Saisonziel erreicht!


Das Gurnigelrennen ist jedes Jahr etwas spezielles, daher begann es für mich auch schon in der Woche davor mit einigen Presseterminen. Trotz Vorfreude reisten wir am Freitag auch mit gemischten Gefühlen in das Gantrischgebiet: Der Unfall von Oberhallau ist einfach noch zu präsent. Im Anschluss an das Fahrerapéro am Freitagabend gedachten wir Martin dann auch nochmals mit Himmelslaternen.

 

Am Samstag wollten wir uns dann wieder voll auf den Rennbetrieb konzentrieren. Schon während des ganzen Morgens vielen immer wieder leichte Regentropfen. Als unser Feld dann zum 1. Training aufgerufen wurde, begann es sogleich richtig zu regnen. Mit Trocken-Set-Up und Regenreifen begab ich mich an den Start. Die Strecke bot fast gar keinen Grip und es war grosse Vorsicht geboten. Bei Posten 14 passierte mir dann etwas, das ich bei einem Bergrennen länger nicht mehr erlebte: Ich holte einen vor mir gestarteten Konkurrenten ein!

 

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Sieg ohne Bedeutung

"Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt.

Ein Mensch, der immer für uns da war,

ist nicht mehr.

Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,

die uns niemand nehmen kann."

 

Ich sitze hier und versuche, meinem Rennbericht zu schreiben – doch ich bin fassungslos, leer und traurig. Sieben Jahre lang wurden wir auf Schweizer Bergrennstrecken von solch tragischen Ereignissen verschont. Im 3. Rennlauf des Bergrennens in Oberhallau kehrte der Tod aber gnadenlos zurück und raubte uns unseren Rennfahrerkollegen Martin Wittwer. Martin verlor in der Passage zwischen „Wäldchen“ und „Brotlaube“ die Herrschaft über seinen Peugeot 205 GTI und prallte mit dem Dach voran gegen einen Baum. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte verlor Martin den Kampf um sein Leben. Das Team Steiner Motorsport entbietet der Familie und den Angehörigen ihr tiefstes Beileid und viel Kraft, um dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten!

 

Das Renngeschehen und das Resultat rücken aufgrund der Tragödie in den Hintergrund. Daher schreibe ich euch heute nur eine Kurzfassung der Geschehnisse…

 

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Best of the Rest


Wir setzten nochmals auf die altbewährte Variante zur Vorbereitung des Rennens. Mein Vater Heinz und Peter Sägesser reisten bereits am Donnerstagnachmittag vor. Als ich dann am Freitagnachmittag ankam, war alles bereits perfekt eingerichtet. Ich musste nur noch die Wagenabnahme erledigen und mich um die Streckenbesichtigung kümmern.

 

Samstag früh besichtigte ich mit meinem Mechaniker Stefan Etter die Strecke nochmals kurz und wir stellten fest, dass die neu asphaltierte Waldpassage noch nasser war als wir es erwartet hatten. Da sich danach die Sonne nur spärlich zeigte, wurde ich von den anderen Fahrern informiert, dass sich auch vor meinem Start zum 1. Trainingslauf daran immer noch fast nicht geändert hatte. Also im unteren Teil das Auto fühlen und im Wald Vorsicht walten lassen…

 

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Das gesteckte Ziel von Osnabrück knapp verpasst


Durch den 1. August eh schon kurze Woche entschieden wir uns, bereits am Mittwoch zum Osnabrücker Bergrennen zu reisen. Auf dem Weg machten wir einen „kurzen“ Abstecher zu BBS-Motorsport, um einige Teile umzutauschen und den Betrieb zu besichtigen. Gehemmt durch den vielen Verkehr erreichten wir das Fahrerlager in Osnabrück gegen acht Uhr abends.

 

Donnerstag nach dem Frühstück entschieden wir uns, bereits unseren Fahrerlagerplatz einzurichten, noch einige kleine Arbeiten am LobArt/Mugen auszuführen und die Wagenabnahme zu absolvieren. Ansonsten konnten wir noch ein wenig relaxen. Abends stand ein lockeres Rennen auf der Elektrokartbahn Nettedrom an, bei dem sich etliche Fahrer warmfahren konnten.

 

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Sieg über dem Lokalmatador


In den drei Wochen zwischen Reitnau und Anzère liefen die Weiterentwicklungsmaschinen wieder auf Hochtouren. Der LobArt/Mugen bekam wiederum ein neues Gesicht und einige nicht offensichtliche Modifikationen.

 

Ich hatte am Freitag noch diverse Arbeiten in der Werkstatt zu verrichten, daher reiste am Donnerstag ein kleines Vordetachement in Form meines Vaters und Peter Sägesser nach Anzère. Als ich Freitag gegen 16 Uhr im Fahrerlager ankam, war alles bestens vorbereitet. Vielen Dank den Beiden! Ich erledigte die Papierabnahme und als ich zurückkahm, stand der technische Kommissar auch schon vor dem Zelt. Alles erledigt im Eiltempo. Danach konnte ich mich der Streckenbesichtigung widmen und die letzten Neuteile wurden am Rennwagen angeschraubt.

 

 

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Durchzogene Bilanz nach Reitnau

Nach dem Sieg in Hemberg war die Euphorie gross - dennoch mussten wir am Boden bleiben und zunächst die folgenden Rennen abwarten, um zu schauen, wie sich die Performance des LobArt/Mugen weiterentwickelt…

 

Die Charakteristik der beiden Strecken ist zwar ein wenig ähnlich, aber trotzdem hat jede ihre Eigenheiten. Auch die äusseren Verhältnisse waren nicht zu vergleichen: In Hemberg Sonnenschein, heisse Temperaturen und über 40°C auf dem Asphalt - Reitnau dagegen regnerisch, kühl und gerade mal über 20°C Streckentemperatur.

 

Am Samstag beim Einrichten des Fahrerlagerplatzes, der Streckenbesichtigung und der Wagenabnahme erlebten wir einen windigen Tag mit Sonne und Wolken.

 

 

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Durststrecke beendet


Für diesen Bericht würde es noch viele andere Titel geben. Aber alles Mal der Reihe nach…

 

Bereits im 2. Rennenlauf in Eschdorf Anfang Mai konnte ich das Potenzial des modifizierten LobArt/Mugen einigermassen spüren. Danach legten wir am 26. Mai in Bresse/F noch einen Testtag ein. Bei diesem arbeiteten wir ein recht gutes Basis-Setup aus und ich konnte mich weiter mit dem Rennwagen anfreunden. Insgesamt spulte ich fast 100 Kilometer bei 30°C Luft- und bis zu 55°C Asphalttemperatur ab. Dies waren nicht gerade optimale Bedingungen für schnelle Rundenzeiten. Dennoch konnten wir einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem Vorjahr feststellen.

 

Der grosse Dämpfer kam auf dem Heimweg. An unserem Teambus, der uns seit Jahren treu und zuverlässig zu den Rennen und wieder nach Hause bringt, begann die Kupplung zu schleifen, also musste schnell eine Lösung für die Reparatur gefunden werden. Pfingsten stand vor der Tür und für den Auftakt zur Schweizer Bergmeisterschaft in Hemberg eine Woche nach den Feiertagen, musste der Bus wieder rollen. Dies konnte mit dem Werkstattteam der Sommer AG in Grünen realisiert werden und der Bus war am Dienstagabend vor dem Rennen wieder voll funktionstüchtig zurück. Vielen Dank an die fleissigen Männer!

 

 

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Saisonstart mit Hindernissen

Seit der Rückkehr des LobArt/Mugen Ende März war es eine strenge und arbeitsintensive Zeit. Mein Team, insbesondere mein Vater Heinz und ich, mussten jede freie Minute nutzen, um den Rennwagen bis zum ersten Rennen einsatzbereit zu machen. Eigentlich wären im April erste Tests geplant gewesen, da aber noch einige grössere Umbau- und Anpassungsarbeiten nötig waren, reichte es nur für einen kurzen Funktionstest auf dem Weg nach Eschdof. Dabei mussten wir leider nach wenigen Runden feststellen, dass unser neu umgebautes Ölsystem nicht wie geplant funktionierte. Direkt vor Ort versuchten wir das Problem durch einige kleine Modifikationen in den Griff zu bekommen - leider erfolglos. Zudem konnte ich in diesen wenigen Runden und mit dem Fokus auf der Öldruckanzeige keinen richtigen Eindruck über das Fahrverhalten gewinnen. Nach langem und intensivem Abwägen entschieden wir uns dennoch, nach Luxemburg weiterzureisen.

 

Nach reichlichen Überlegungen und Diskussionen während der Fahrt sowie Besprechungen mit dem Team Lang entschieden wir uns für einen Umbau der Öltankentlüftung. Am Freitag wurde also nochmals intensiv am Rennwagen gearbeitet, wobei es sich das Bohren und Schneiden der Gewinde in eingebautem Zustand als schwierig erwiesen.

 

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Heiss auf die neue Saison


Die ersten Schritte unseres neuen Rennwagens in der letzten Saison haben bereits auf das verborgene Potential hingewiesen, nun sollen 2017 weitere Fortschritte gemacht werden - denn das Team Steiner Motorsport will zurück an die Spitze!

 

Nachdem der LobArt in Italien überwintert hat und auch bei uns noch einige Arbeiten verrichtet wurden, sind wir bald bereit für die neue Saison und freuen uns darauf! Wir haben in Zusammenarbeit mit E.G.S. LobArt die Aerodynamik überarbeitet und die Hinterachskinematik angepasst. Nun stehen die letzten Schliffe an, damit wir am Abend des 4. Mai ein kurzes Rollout in Anneau du Rhin absolvieren und uns dabei den Feinabstimmungen widmen können. Der erste Renneinsatz ist dann für das Wochenende vom 7./8. Mai in Eschdorf (LU) geplant.

 

Ab Juni hat für uns wieder die Schweizer Bergmeisterschaft Priorität, daneben sind aber auch einige Starts im Ausland möglich. Die genauen Termine findet ihr im angehängten Terminplan für die Saison 2017.

 

Wir freuen uns, in der kommenden Saison wieder Vollgas geben zu können und hoffen, euch auf dem einen oder anderen Rennplatz wiederzusehen.

 

Bis dahin wünschen wir euch eine gute Zeit und einen schönen Frühlingsanfang!

 

Sportliche Grüsse

Marcel

⇒Terminplan 2017
Frühlingsgefühle





Bilder des letzten Rennens in Roggwil

Lange war es still um Steiner Motorsport. Deshalb möchte ich euch nun gerne über unser Winterprogramm und den neusten Stand der Dinge informieren:

 

Nach dem doch recht heftigen Unfall von Mickhausen standen einige Arbeiten am LobArt/Mugen an. Gleich nach diesem Rennen machten wir uns an die Unfallreparatur der technischen Komponenten, kontrollierten die Aufhängungen und ersetzten alle tragenden Schrauben. Zudem wurde der Mugenmotor bei unserem mechanischen Partner Fritz Rolli auf Herz und Nieren geprüft und sein Zustand glücklicherweise für sehr gut befunden.

 

Nach Saisonende durfte ich einigen Einladungen folgen und Ehrungen entgegennehmen, was mich sehr gefreut hat. Danach war es im Dezember an der Zeit, den LobArt zurück nach Bologna zu LobArt zu bringen, um die Unfallschäden an Karosserie und Aerodynamik zu reparieren. Am 11. Dezember 2016 lieferte ich das Auto zusammen mit Markus Hotz ab und es folgte eine mehrstündige Techniksitzung in den Werkhallen von LobArt. Dabei wurde der Fertigstellungstermin für Ende Februar angesetzt. Aufgrund einiger Verzögerungen werde ich den Rennwagen nun aber erst diese Woche zurück in die Schweiz holen und mich vom Stand der Modifikationen überraschen lassen.

 

Da die neue Saison bereits vor der Türe steht, müssen wir umso mehr Gas geben, um den LobArt schnellstmöglich zu kontrollieren, rennbereit zu machen und ersten Tests zu unterziehen. Damit wir optimal für die am 10.-11. Juni beginnende Schweizer Bergmeisterschaft gerüstet sein werden, möchten wir vorgängig auch noch das ein oder andere Rennen im Ausland bestreiten. Das entsprechende Jahresprogramm werde ich euch bald online stellen.

 

Bereits am 1. April werden mein Team und ich aber ein erstes im Einsatz stehen: Mit dem Martini/BMW werden wir am Autorennen der Indoorkartbahn in Roggwil teilnehmen. Dies wird sicher ein interessanter und sehenswerter Event. Schaut doch auch vorbei – wir freuen uns auf euren Besuch!

 

Bis bald…

Marcel

Vorzeitiger Saisonschluss

In der Zeit zwischen Les Paccots und Mickhausen steckten wir nochmals unsere Köpfe zusammen. Dies führte zu einigen massiven Umbauten am LobArt, die auch optisch erkennbar waren. Die letzten Ideen setzten wir noch am Freitag vor Ort um. Somit musste ich mein Freitagsprogramm etwas straffen, wobei die Wagenabnahme sehr schnell und reibungslos ablief und wir sogar zeitig Feierabend machen konnten.

 

Am Samstagmorgen begrüsste uns ein schöner Herbsttag. Weil der Veranstalter für diesen Morgen noch eine Fahrerbesprechung angesagt hatte, war der Trainingsbeginn für die ersten Fahrzeuge erst um halb Zehn. Ich war dann um die Mittagszeit an der Reihe, als die Sonne den Asphalt und meine Reifen schon etwas gewärmt hatte. Ich war sehr gespannt, wie sich das Auto nach den vielen Modifikationen anfühlen würde.

 

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Saisonabschluss in der Schweiz

Es ist kaum zu glauben! Gerade erst haben wir die Saison 2016 begonnen, nun stand am vergangenen Wochenende schon wieder das letzte Schweizer Rennen an. Für mich war es seit vier Jahren das Erste in Chatel-St-Denis – Les Paccots. Wie bei anderen Rennen, an denen ich länger nicht mehr teilgenommen habe, hat sich auch bei diesem so einiges verändert: So konnten wir das Fahrerlager beispielsweise erst am Freitag ab 23 Uhr beziehen. Und auch die Strecke wurde auf 2/3 neu asphaltiert und einige Kurven entschärft. Ich kam gerade noch bei Tageslicht mit dem „Trainingsfahrzeug“ an und konnte die Strecke besichtigen. Danach durften mein Team und ich ein vorzügliches Fondue Chinoise mit dem Veranstalter geniessen.

 

Trainingsbeginn war am Samstag traditionell erst nach dem Mittag. Der zum Teil starke Regen am Vormittag lud nicht gerade ein, um das Zelt aufzubauen und den Fahrerlagerplatz einzurichten - irgendwann liess der Regen aber ein wenig nach und wir konnten unsere Arbeiten doch noch verrichten. Zudem musste der LobArt zu Trainingsbeginn noch auf das Regen Set Up eingestellt werden. Das 1. Training war ein erstes abtasten der Strecke: Direkt am Start lief noch Wasser über die Strasse und auch sonst waren überall noch „Bäche“ erkennbar. Meine Zeit von 1.09.359 reichte bloss für den 3. Platz, hinter dem überraschend aggressiv fahrenden Simon Hugentobler (Raynard F3000, 1.07.728) und Eric Berguerand (Lola F3000, 1.08.756). Ansonsten waren die Positionen aufgrund der Verhältnisse bunt durchmischt mit Renn- und Tourenwagen.

 

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Beitrag TeleBärn News vom 11. September 2016


Video Reitnau 2016


Sponsorenmappe

Die neue Sponsorenmappe ist online

Caterham Cosworth CSR 2.3







Video Nürburgring 2014

Meine ersten Runden auf der Nürburgring Nordschleife. Eine absolut geile Erfahrung und ein Tag mit richtig Freude am Fahren! und das mit einem Caterham Cosworth CSR 2.3.



Video Glasbach 2013

zum 2. Weihnachtstag noch ein spezielles Video vom Glasbachrennen 2013



Video Vorschau St. Ursanne 2013

Video zum kommenden Rennen



TV-Bericht zum Bergrennen Osnabrück


Fotobuch Marcel Steiner 1991 - 2012

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Videos

Hier findet Ihr die beliebten kurz Videos von den Bergrennen mit Inboard Aufnahmen.

Ein Erlebnis, bei dem Ihr einen kleinen Eindruck über die Geschwindigkeit am Berg gewinnen könnt.

Viel Spass beim ansehen.

Motorsportclub Osnabrück